Gottesdienste in unserer Gemeinde

"Der Menschensohn ist nicht gekommen, dass er sich dienen lasse, sondern dass er diene" (Matthäus 20,28). In diesem Sinn ist der Gottesdienst ein Dienst Gottes an uns, um uns gut zu tun.

Die gemeinsame Feier des Gottesdienstes steht im Mittelpunkt des Gemeindelebens

Gottesdienste werden in allen Gemeinden gefeiert - so auch in unserer virtuellen Gemeinde "Nebringen" im Internet.

Gottes Wort, Singen, Beten, Taufen, Abendmahl, Segen, aber auch die Begegnung miteinander machen einen Sonntag erst richtig zum Sonntag.

Sonntagsgottesdienst

Die Sonntagsgottesdienste stellen den Mittelpunkt des Gemeindelebens dar. Hier treffen wir uns wöchentlich als Gemeinde

Gottesdienstzeiten

10.00 Uhr für die Erwachsenen in der Stephanskirche

Jesus sagt: "Laßt die Kinder zu mir kommen und wehret ihnen nicht; denn solchen gehört das Reich Gottes." (Markus 10,14)

 

Kleinkindergottesdienst

Wir feiern einmal im Quartal einen ökumenischen Gottesdienst speziell für Kinder von 1 - 6 Jahren.

In diesem Gottesdienst, der immer sonntags um 17.00 h stattfindet, singen und beten wir mit unseren Kleinen. 

Außerdem erzählen wir in altersgerechter Form eine Geschichte aus der Bibel, oder ein Thema rund um die Kirche. Das kann in Form eines kleinen Anspiels, einer Bildergeschichte oder auch eines Schattenspiels sein.

Für unser Vorbereitungsteam des ökumenischen Kleinkindergottesdienstes in Nebringen suchen wir neue Mitarbeiter.

• Der Gottesdienst findet vier Mal im Jahr statt

• Die Mitarbeit beläuft sich auf ein Vorbereitungstreffen ca. 4 - 5 Wochen vor dem Gottesdienst und   ca. 2 Stunden Aufwand für den Gottesdienst selbst     (mit Vorbereiten und Aufräumen danach)

• Für weitere Infos können Sie sich gerne an die Mitarbeiterinnen wenden

 

Wir freuen uns auf neue Gesichter und Impulse

 

das KKGD-Team 

 

(Pfarrer Hofius, Sabrina Breitenbach, Elmar und Helge Fallscheer, Matthias Pfaff, Ilona Jakobs und Melanie Kuwert, Telefon 07032 20 21 45)

Gedanken Pfarrer Hofius 19.03.2019

Nebringer KURRENDE

Singen von und mit Kindern ist wichtig – für sie und uns!

Kommt herbei, singt dem Herrn,

ruft ihm zu, der uns befreit.

Singend lasst uns vor ihn treten,

mehr als Worte sagt ein Lied.“

Mit der Gründung von Kantoreien in der reformatorischen Kirche erhielt die kirchenmusikalische Arbeit (spätestens seit 1524 mit Johann Walter in Torgau, der sozusagen der ‚Ur-Kantor‘ der Reformation war) eine große pädagogische Komponente. Setzten sich die Kantoreien zunächst vornehmlich aus (Latein-) Schülern zusammen, die von früher Jugend an die Bibeltextvertonungen aus Vergangenheit und Gegenwart und ganz besonders an das neu entstehende Liedgut der evangelischen Kirche herangeführt wurden und dies in die evangelischen Gottesdienste trugen, so entwickelte sich doch schon ‚bald‘ eine Laienmusikbewegung: Chorvereinigungen, Kirchengesangsvereine, Kirchenchöre und auch Kinderchöre. Diese haben vor allem in Deutschland, und hier in besonderer Weise in Süddeutschland, zu einer nahezu unvergleichlichen Blüte der Kirchenmusik in der Breite und Spitze geführt. – Solches Singen oder Musizieren geistlicher Musik war schon immer eine Sprachschule des Glaubens, ob für Kinder (Lateinschüler früher … und heute Grundschüler/innen) oder Erwachsene.

Die regelmäßige Beschäftigung mit Bibeltextvertonungen und geistlichen Dichtungen aus Vergangenheit und Gegenwart, mit Glaubenserfahrungen und Glaubensäußerungen führen zu einem Schatz, einem Fundus an Bibeltexten, der Menschen befähigen kann, ihren Glauben in diesen und eigenen Worten auszudrücken und sich darin aufgehoben zu wissen.

Oft wird heute in unserer Kirche beklagt, dass Gemeindeglieder nicht über ihren Glauben sprechen können, dass die „Kirche des Wortes“ die Sprache verloren habe. Die kirchenmusikalische Arbeit trägt mit ihrem unerhörten Schatz aus Vergangenheit und Gegenwart dazu bei, eine Sprachfähigkeit – auch mit Tönen – wieder zu erlangen.-Wer als Kind oder als Jugendlicher geistliche Musik erlebt, erlernt und gesungen hat, hat – neben vielen, das eigene Leben und das Leben in einer Gemeinschaft bereichernden Erlebnissen - für seinen Glauben Grundlagen erfahren, die ihn dazu befähigen, seinen eigenen Glauben zu finden.

Durch die Verbindung von Text und Musik gehen Inhalte weniger über eine kognitive, verstandesmäßige Vermittlung als über ein emotionales Erleben ein. Nahezu unauslöschlich können sich Musik-Erlebnisse einprägen und mit ihnen die mit der Musik verbundenen Texte. – Darum bin ich mir sicher, dass eine intensive Kinderchorzeit viele Texte unvergessen macht. Aber auch bei Erwachsenen kennen wir das: Musik assoziiert Text, Text assoziiert Musik, Räume (z.B. Kirchen) erinnern an gemeinsame Probenarbeit und kirchenmusikalische Aufführungen. Welche Musik und welche Texte dabei ‚hängen bleiben‘, war schon immer unterschiedlich. In einer Zeit des immer noch zunehmenden Individualismus tun wir aber wohl gut daran, uns in Toleranz zu üben. Man muss nicht jeden Text, jede Musik, jeden Stil mögen. Doch gerade darum liegt große Verantwortung bei denen, die für ihren Chor und die Gemeinde Musik aussuchen.

Dazu ein letzter Gedanke: Obwohl wir seit 1996 das bisher einzige, auf demokratischem Wege zustande gekommene Gesangbuch haben, werden viele Lieder aus früheren Epochen derzeit hinterfragt oder gar abgelehnt. Die Lebens- und Glaubenswelt scheint fremd geworden. Neu an dieser Beobachtung ist, dass wenig bis keine Bereitschaft mehr dazu besteht, den Ausdruck und die Sprach- und Liedform zurückliegender Epochen verstehen zu wollen, darauf zu hören, was Dichter und Melodieschöpfer damit ausdrücken wollten. Dies lässt uns als Christen vielleicht aktuell erscheinen, vereinzelt uns jedoch und koppelt uns ab von der Gemeinschaft der Heiligen über alle Zeiten hinweg. Und auf was greifen wir zurück, wenn das manchmal kurze Haltbarkeitsdatum aktueller Ausdrücke abgelaufen ist?

Darum liegt mir, liegt uns im Kirchengemeinderat so viel an der verdienstvollen Arbeit in der Nebringer Kurrende wie auch im Kirchenchor; denn ohne diese Chöre … und ohne entsprechend engagierte Chorleitungen … wird unsere Kirche und werden wir als Gemeinde und als Christenmenschen ärmer und eintöniger. – Das muss doch nicht sein!

 

Darum suchen wir händeringend für beide Chöre nach neuen Chorleitenden! – Meldungen bitte an Ihren und Euren Pfarrer Christoph Hofius.