Ausflüge des Kirchenchors

Traditionell unternimmt unser Kirchenchor alle zwei Jahre einen geselligen Tagesausflug in die nähere Umgebung. Diese Ausflüge sind sehr beliebt bei den Chormitgliedern und ihren ebenfalls eingeladenen Angehörigen. Und es ist für alle immer wieder überraschend festzustellen, wie schön unsere Region ist und was es hier alles zu entdecken gilt.

2018 - Besigheim

Nach dreijähriger Pause machte sich unser Chor mal wieder frohgemut auf den Weg bzw. auf die Schiene. Wir suchten uns dafür als Ziel den schönsten Weinort Deutschlands aus, das Städtchen Besigheim an der Mündung der Enz in den Neckar. Bewusst verzichteten wir auf ein großes Programm, vielmehr nutzten wir die Zeit zu einem gemütlichen Streifzug durch das Städtchen und durch die Weinberge jenseits der Enz. Bei schönstem Wetter trafen wir uns frühmorgens am 9 Uhr am Nebringer Bahnhof, um zwei Stunden später in Besigheim mit der 1830 geborenen Frau des Besigheimer Apothekenbesitzers Villinger eine höchst amüsante Stadtführung zu beginnen. Sie verriet uns nebenbei einige interessante Rezepte aus Haushalt, Küche und Arzneischrank und ließ uns auch ihre Kuchen (süß und salzig) zu ihrem Hauswein probieren.
Danach ging es in den „Hirsch“ zum Mittagessen, es war wunderbar. Diejenigen, die sich dann noch etwas bewegen wollten, machten eine Runde über die Weinkanzel auf dem Niedernberg, wo einige edle Tröpfle verkostet werden konnten. Zurück im Städtle trafen wir uns alle wieder in den gemütlichen Eiscafes, wo es großartige Eisbecherkreationen gab.
In bester Stimmung machten wir uns auf den Heimweg und erreichten pünktlich kurz vor 19 Uhr wieder unseren Flecken, voll von wunderbaren Eindrücken und mit der Überzeugung, dass man gar nicht weit verreisen muss, um etwas Schönes zu erleben; wir haben eine wunderbare Heimat.

2015 - Alpirsbach

Am Samstag, den 26.9.2015, traf sich morgens eine frohgelaunte Sänger/innenschar zum Chorausflug nach Alpirsbach. Traditionell war man mit dem Zug unterwegs und innerhalb einer Stunde bereits in dem alten Schwarzwaldstädtle im oberen Kinzigtal angekommen.

Als erstes stand eine höchst interessante Führung durch das über 900 Jahre alte Benediktinerkloster an. Hier die hochmoderne, einzigartige, auf Luftkissen fahrbare Orgel, fast 17 Tonnen schwer mit 35 Registern und über 2.200 Pfeifen. Dort der mittelalterliche, filigrane Marienaltar oder das mächtige „Paradies“, wie das riesige Eingangsportal genannt wird. Das spontan vom Chor gesungene „Laudate omnes gentes“ und „Aller Augen warten auf dich, Herre“ gaben einen Eindruck von der tollen Akustik des großen Kirchenraumes.

Vorbei an der Orgelskulptur ging es dann gleich hinauf zum Dormitorium, dem ehemaligen Schlafsaal der Mönche. Die einzelnen Mönchszellen, später Schlafzellen der Klosterschüler, ließen erahnen, unter welchen bescheidenen Verhältnisse seinerzeit gelebt wurde. Das wurde insbesondere auch deutlich am Kalefaktorium, der einzigen Wärmestube des Klosters. Über den Kreuzgang erreichten wir das Parlatorium, den früheren „Sprechsaal“.

Nach so viel Geschichte, Kunst und Wissen war es dann Zeit zum gemeinsamen Mittagessen in der Brauereiwirtschaft, bevor man sich mittags auf den Weg zu einer ganz besonderen Ortsbesichtigung unter dem Thema „Heiler, Hexen, Kräuterweiber“ machte. Wie lebten die Menschen damals und wem glaubten und vertrauten sie? Wie schützte man sich vor ansteckenden Krankheiten oder vor „angehexter Liebe“? Das war hochinteressant und, nachdem wir noch vom „Himmelsbrot“ kosten durften, wurde es im Cafè bei Torte und Eis richtig gemütlich. Aber wer wollte, konnte auch noch vorher dem Glasbläser bei der Arbeit über die Schulter schauen oder in der Schau-Confiserie zusehen, wie Pralinen hergestellt werden.

Frohgelaunt traten wir dann den Heimweg ins Gäu an. Wir durften viel Schönes sehen und hatten viel Zeit zum gemütlichen Plausch untereinander. Und das war die Hauptsache an diesem wunderschönen Tag, der den rd. 20 Sängerinnen und Sängern sicher noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.

2013 – Kirchheim unter Teck

Am Samstag, 21. September starteten wir in der Früh mit der S-Bahn in Richtung Neckartal. Nach eineinhalbstündiger lustiger Fahrt hatten wir es an der 29. Haltestelle geschafft: Das quirlige, geschäftige Kirchheim begrüßte uns. Gleich ließen wir uns den Vormittag lang durch Altstadtgassen und Schlossgemächer führen, bevor wir zum gemeinsamen Mittagessen im gemütlichen Gasthaus „Zum Rad“ mitten in der Stadt einkehrten. Mittags nahmen wir uns dann noch viel Zeit für diese wunderschöne Stadt. Bummeln, Kaffeetrinken, Museumsbesuche (Volkskunde, Handwerk, Literatur) und Wandern in die nähere Umgebung war angesagt, bevor wir uns in bester Stimmung wieder auf den Heimweg machten.

2011 – Ulm an der Donau

Goldenes Oktoberwetter hatte sich unser Kirchenchor zu seinem Ausflug am Samstag, 1. Oktober an die schöne blaue Donau nach Ulm ausgesucht. Entsprechend gut gelaunt traf sich die frohe Sängerscharfrühmorgens am Bahnhof, um die Zugreise anzutreten.

Offenbar hatten noch viele weitere Menschen Lust am Reisen, denn die Züge waren an diesem herrlichen Tage brechend voll. Aber schon bald grüßte uns aus der Ferne noch fest in Wolken verhüllt das Ulmer Münster mit seinem hohen Kirchturm, dem höchsten der Welt. Noch auf dem Ulmer Bahnhof gab es zur Überraschung aller einen kleinen Sektempfang für unser Geburtstagskind Chormitglied Angelika Renz und für eine neue Sängerin.

Zur Stärkung traf man sich dann im Ulmer Münstercafe, bevor die interessante und amüsante Stadtführung in das historische Fischer- und Gerberviertel begann. Auf große Bewunderung stießen vor allem die herrlichen alten Fachwerkhäuser, idyllisch an der unteren und oberen Blau gelegen. Aber auch die baulichen Gegensätze aus der Moderne in unmittelbarer Nachbarschaft wurden bewundert.

Ein herrliches Orgelkonzert mit Werken alter Meister im Ulmer Münster rundeten diesen ersten Teil des Tages ab. Nach einem ausgiebigen Mittagsmahl in der Lochmühle gab es dann noch genügend Gelegenheit, sich die Füße entlang der Donau zu vertreten oder einen Stadtbummel zu machen. Auch der große Wochenmarkt auf dem Münsterplatz lud dazu ein.

 Frohgelaunt traten wir dann den Heimweg ins Gäu an. Wir durften viel Schönes sehen und hatten viel Zeit zum gemütlichen Plausch untereinander. Und das war die Hauptsache an diesem wunderschönen Tag, der den rd. 25 Sängerinnen und Sängern sicher noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.

2009 – Ludwigsburg und Marbach am Neckar

Am Samstag, 6. September machten wir uns mit Bus und Bahn bei herrlichem Wetter auf ins schöne Neckartal. Erstes Ziel war das Residenzschloss Ludwigsburg, wo wir ein Barockerlebnis der besonderen Art genossen. Wir wurden nämlich von der Kammerzofe Christine erwartet, die, nachdem die Herrschaften an diesem Tage auswärts waren, durch das Schloss führte und uns nicht nur die Prachtssäle zeigte, sondern auch einen Blick in die Kammern des Dienstpersonals werfen ließ. Das wohlverdiente Mittagessen genossen wir im Ratskeller der ehemaligen Residenzstadt, bevor wir uns nach einem Nachtisch auf dem Marktpaltz per pedes auf den Weg ins Favoriteschloss machten, wo wir u.a. den Aufnahmeraum für das „Nachtcafè“ von Wieland Backes besichtigen konnten.

Ein Spaziergang durch den wundervollen Favoritepark schloss sich an, bevor wir die S-Bahn nach Marbach am Neckar bestiegen. Dort hatten wir reichlich Gelegenheit zu einem Rundgang durch die historische Altstadt und zur Besichtigung des Geburtshauses Friedrich von Schillers. Nach einem gemütlichen Beisammensein mit Kaffee und Kuchen im Zentrum des herrlichen Städtchens war auch schon wieder der Abschied angesagt und wir erreichten wohlbehalten um 19 Uhr die heimatlichen Gefilde

2007 – Schorndorf und Schnait im Remstal

Der Ausflug des Kirchenchores führte uns diesmal ins schöne Remstal. Und, wie kann es anders sein, pünktlich zum Reiseantritt lachte dem lustigen Völkchen mit seinem Chorleiter Marcus Stollsteimer nach mehreren Regentagen die Sonne.

Schorndorf, die Endstation der S-Bahn, war unser erstes Ziel. Dort empfing uns „Frau Daimler“ zu einer Stadtführung und erzählte uns auf humorvolle Art viel von „ihrem Gottlieb“, der ja am 17.03.1834 in Schorndorf geboren wurde.

Nach dem Mittagessen im „Kesselhaus“ ging es mit der Bahn nach Beutelsbach und von dort zu Fuß auf herrlichen Wegen durch die Weinberge nach Schnait, dem Geburtsort Friedrich Silchers. Im alten Schulhaus, dem Geburtshaus des weltbekannten Komponisten und heutigem Stadtmuseum, fanden wir eine höchst interessante ländliche Einrichtung aus der Zeit Silchers sowie Dokumente und Aufzeichnungen aus seinem Leben und Wirken. Zu unserer Freude setzte sich Erich Egeler an eines der Klaviere und begleitete uns zu so manchem bekannten Silcherlied.

In der Wendelinskirche neben dem Museum, einer Predigtsaalkirche, bewunderten wir die nahezu 50 Emporen- und Kanzelbilder

Viel Zeit zu einem gemütlichen Plausch und zu einem Vesper - auch ein gutes Viertele durfte natürlich nicht fehlen – blieb beim Abschluss im Schnaiter „Anker“, dessen Wirt es sich nicht nehmen ließ, den Chor zu einigen Volksliedern auf seiner Gitarre zu begleiten.

So wird dieser wunderschöne Tag den rund 30 Teilnehmerinnen und Teilnehmern sicher noch lange in guter Erinnerung bleiben

2005 – Esslingen am Neckar

Goldenes Oktoberwetter hatte sich unser Kirchenchor zu seinem Ausflug am Samstag, 8. Oktober ins Neckartal nach Esslingen ausgesucht. Entsprechend gut gelaunt traf man sich am Nebringer Bahnhof, um mit dem Zug nach Untertürkheim zu fahren.

Dort grüßte schon von weitem das erste Ziel, die Grabkapelle auf dem Württemberg. König Wilhelm I. hatte diese Kapelle für seine überaus beliebte und sehr sozial tätige Gemahlin, Königin Katharina, erstellt, die nach nur dreijähiger Ehe im Jahr 1819 allzu früh verstarb. Eine interessante Führung vermittelte tiefe Einblicke in das imposante Monument und in die damalige Zeit.

Es schloss sich ein wunderschöner Spaziergang durch Wiesen und Rebfluren hinunter in den Weinort Uhlbach an, wo man im altbekannten „Ochsen“ mit Neuem Wein und schwäbischen Speisen zum Mittagessen empfangen wurde.

Mit Bus und Bahn nahm dann die Chorschar mit ihrem Dirigenten und Leiter Marcus Stollsteimer Kurs auf Esslingen, der ehemals freien und stolzen Reichsstadt am Neckar. Von Mettingen aus ging es zu Fuß durch prächtige Weinberge weit hinauf. Das hochindustrialisierte Neckartal lag der Ausflugsgesellschaft buchstäblich zu Füßen; der Kontrast zur beschaulichen Natur hätte nicht größer sein können. Die überaus üppig gediehenen Weintrauben konnten ausgiebig gekostet werden. Gleichzeitig sah man, welch’ schwere Arbeit die Wengerter in steilsten Lagen verrichten müssen.

 

Dann aber nahte das Ausflugsziel Esslingen mit seinen altehrwürdigen Kirchen, historischen Plätzen, Kanälen und Häuserzeilen. Chormitglied Ulrich Fallscheer führte durch seine Heimatstadt und wusste über manche Begebenheit und Sehenswürdigkeit zu berichten. Das Alte Rathaus, im Mittelalter von Herrenbergs berühmtem Sohn und Hofbaumeister Heinrich Schickhardt erweitert und zum Wahrzeichen Esslingens geschaffen, bildete den Abschluss der Stadtführung, bevor man im „Palm’schen Bau“ noch in gemütlicher Runde zusammen saß.

„Warum den in die Ferne schweifen, wenn das Gute liegt so nah“ – diese Sprichwort hatte sich wieder einmal überzeugend bewahrheitet. Man durfte viel Schönes sehen und hatte viel Zeit zu gemütlichem Plausch untereinander. Und das war die Hauptsache an diesem wunderschönen Tag, der den knapp 25 Sängerinnen und Sängern sicher noch lange in guter Erinnerung bleiben wird.